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Therapeutisches Radfahren

Wie alles anfing

In 2019 fragte uns Jörg Karenforth von der YUVEDO Foundation, ob wir nicht eine etwas besondere Radtour organisieren könnten. Bis dahin wussten wir nicht viel von Parkinson und anderen neurodegnerativen Erkrankungen. Wir fanden die handelnden Personen überzeugend und die Ideen fühlten sich alle richtig an. Klar können wir – schliesslich sollten wir ja radfahren und was sollte da schon verkehrt daran sein?

Wir planten wacker gegen immer weiter wechslende Pandemiewidrigkeiten an und mussten Grenzschliessungen genauso hinehmen wie immer rarer werdende Reise-Optionen.

Im Spätsommer schliesslich starteten wir mit 25 internationalen Parkinsonbetroffenen den „Little Great Ride“ von Köln nach Süden den Rhein entlang. Es wurden 4 wunderbare Tage und 400 unglaubliche Kilometer. Bis heute wissen wir nicht so recht, bei wem wir uns für dieses Geschenk bedanken sollen. Eine Idee war gebohren – therapeutsiches Radfahren im sozialen Kontext soll weiter Bestadteil von uns bleiben.

 

 

Die Mission

Jörg hatte den perfekten Mix im Kopf: Ein sportliches Gemeinschaftserlebnis. Ein Beweis, dass wirklich viel geht, wenn alle mit anpacken. Er wollte eine gesellschaftspolitische Botschaft eben dieser Gesellschaft überbringen. Die Presse involvieren und alle so laut wie möglich wissen lassen, dass so unendlich viel Forschung noch fehlt und er wollte insgesamt der Wut und der Verzweiflung über eine mytseriöse Krankheit keinen Raum lassen.

Dieser Ansatz machte aus einer Radtour auch eine Demonstration des Möglichen. Es ging nie um Höchtstleistung sondern im Gegenteil um Normalität. Wir schufen eine Gemeinschaft, die sonst schwer zu finden ist: Betroffene, Familie, Freunde und Radsportler in einem Boot. Der politische Ansatz brachte uns international Teilnehmende mit an Board und die Missionstitel wurde Programm: The Little Great Ride – „Rhine Edition“.

Unser Ansatz

Parkinsonbetroffene haben eigene Regeln, einen großartigen Humor und können wundervolle Sturköpfe sein. Die Touren verlangen allen Beteiligten viel ab. Wir setzten auf Inklusion durch Freunde und Familie. Wir vetrauten den besten Rennradguides die Gruppen in kleineren Portionen an und buchten das beste Wetter. Zusammen kann man richtig gut auf Tour gehen.

Entstpannte Routen

Unsere Touren wurden bis ins Detail digital vorbereitet. Wir sind gezielt unnötigen Steigungen und Passagen mit viel Verkehr aus dem Weg gefahren. Wir kannte vorab jeden Strassenbelag, die Windrichtung und das Wetter. Alles war Teil der Planung.

Radsportler involvieren

Wir sind mit erfahrenen Radsportlern als gut erkennbare Tourguides gestartet. Deren Physis und Weitsicht haben die Teilnehmer immer sicher durch alle Engpässe kommen lassen.

Friends & Family an Board

Das Format unserer Tour ist ideal für Angehörige, die sich normales aber ausdauerndes  Radfahren zutrauen und Freude daran finden, etwas mit ihren Lieben zu erleben.